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Immer wieder tauschten Italiener mit den Österreichern durch Zuwurf
Tabak gegen Brot aus.
Einst lagen sich im Corno di Cavento Abschnitt (Adamello) auf zwei Felsgraten
zwei feindliche Züge gegenüber. Plötzlich ruft der Alpini
Leutnant zum Kommandanten der Österreicher herüber: „Bist
du ein Steirer? Ja, warum?“ meinte dieser! „Weil ich im
Leoben als Steinmetz vor dem Krieg arbeitete“, meinte der Alpini
Leutnant und schlug in waschechtem Steirisch vor: „Du, pass auf,
solange wir einander gegenüberliegen, so schiessen wir aneinander
vorbei. Aufeinander vorbeischiessen“, meint der Steirer –
„das ist gut.“
So hielten es die beiden durch mehrere Wochen. Plötzlich rief eines
Tages der Alpino herüber: „Ab morgen müsst ihr aufpassen.
Ich werde abgelöst“.
So leuchtet über die einsamen Stellungen im Eis so manches Licht
der Brüderlichkeit, einer Brüderlichkeit, die nur unter Bergsoldaten
möglich war.
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Auszug aus dem Buch Der
einsame Krieg S. 22