| Werk
Gomagoi |
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Dort wo die schäumenden Wildbäche von Sulden und Trafoi sich
vereinen, steht inmitten des engen Tales ein seltsames Bauchwerk. Meterdicke
Mauern aus grauem Quaderstein ragen drei Stock hoch empor, und eine solide
Betondecke bildet das flache Dach. Viereckige Öffnungen sind in unregelmässigen
Abständen in den Mauern angebracht und sehen dunkel und drohend ins
Land. Ostwärts steht plump und schwer wie in die Erde versunken ein
massiger Rundbau, halb Haus, halb Turm und gibt dem Ganzen ein bürgerliches
Aussehen. Es ist die Talsperre von Gomagoi, ein Festungswerk aus der Zeit
der Vorderlader, doch nach der Landesverteidigungsdirektion noch immer
dazu bestimmt, den südwestlichen Teil Tirols vor feindlichem Einbuch
zu schützen. Durch die Sperre hindurch, beiderseits von düsteren Mauern flankiert, zieht die Alpenstrasse nach Trafoi und weiter hinauf über das 2'757 Meter hohe Stilfserjoch, das die Grenze bildet nach Oberitalien. Öde und verlassen lag die einst berühmte Strasse. Seit Tagen sind die schweren Fallgitter des Werkes geschlossen und sperren den Verkehr. Posten mit aufgepflanzten Bajonetten stehen an den Toren, Patrouillen durchstreifen das Holz. Der Ton einer Glocke halt durch die Gänge und Kasematten der Sperre. Der Koch ruft zur Menage. Bald füllt sich der Essraum mit Leuten. Stämmige Festungsartilleristen mit karminroten Aufschlägen und verwegen aussehenden Kaiserschützen von der Hochgebirgskompanie Trafoi, die unvermeidliche Spielhahnfeder auf der Kappe, sitzen kunterbunt an den Tischen. Ein Schütz stellt die volle Essschale behutsam auf den Tisch, setzt sich umständlich dahinter und betrachtet mit strahlendem Gesicht die erhaltene Portion Schweinefleisch, die so gross ist, dass sie über den Rand des Geschirrs herunterhängt. … Auszug aus dem Buch Das Fähnlein von Trafoi S. 36 / 37 Mit freundlicher Erlaubnis von Reinhard Ortler |
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Das
Werk Gomagoi (6.9.2003). |
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Der
linke Teil des Werks Gomagoi in Richtung Stilfserjoch
gesehen (6.9.2003). |
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Der
linke Teil des Werks Gomagoi von der anderen Seite aus gesehen (6.9.2003). |
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Der
linke Teil des Werks Gomagoi von der anderen Seite aus gesehen (6.9.2003). |
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Der
rechte Teil des Werks Gomagoi von der anderen Seite aus gesehen (6.9.2003). |
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Historische
Aufnahme des Werks. Quelle: www.moesslang.net/gomagoi.htm Mit freundlicher Erlaubnis von Uli Mösslang |
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Die
Skizze des Werks. Quelle: http://homepage.sunrise.ch/homepage/schwitte/ und www.unfortunate-region.org Mit freundlicher Erlaubnis von Oswald Schwitter, Marco Hoveling und Peter van den Heuvel |
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Eine
weitere Skizze des Werks. Quelle: www.fortificazioni.net Mit freundlicher Erlaubis von Giorgio Trevisan |
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Telefon-
und Telegraphenstation im Innern der Österreich-Ungarischen Werke. Quelle: Buch Dalla Presanella al Cevedale, Lungo i sentieri della Grande Guerra S.75 |
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Die Talsperre von Gomagoi wurde mit mehrfachem Drahtverhau gesichert.
Die Häuser des Ortes hinter dem Werk wurden gesprengt, damit das
Schussfeld im Rück frei war. Quelle: Buch Das Fähnlein von Trafoi S.53 Mit freundlicher Erlaubnis von Reinhard Ortler |
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... Die Verteidigungsvorschrift für
das Sperrfort von Gomagoi enthielt die Weisung, im Falle eines Krieges
sofort die hinter der Sperre liegenden Gehöfte und Baulichkeiten
niederzulegen. Bestand doch die Möglichkeit, dass der Feind auf
den beiderseits der Feste sich hinziehenden Bergketten vorging, die
schwachen Feldwachen, die dort oben die Flanke der Sperre decken sollten,
überrannte und das einsame Fort von rückwärts angriff.
Geschütze und Maschinengewehre mussten für den Fall nach hinten
Ausschuss haben, die Häuser die dem Feind Deckung bieten konnten,
mussten fallen. Schweren Herzens gab der Werkkommandant die diesbezüglichen
Befehle. Auszug aus dem Buch Das
Fähnlein von Trafoi S. 42 - 45 |
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Weitere
Informationen und Bilder zum Werk Gomagoi findest du auf der Internetseite
von Uli Mößlang. www.moesslang.net/gomagoi.htm. |
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